Einsortiert unter Befindlichkeiten und Da-Sein

Wortspenden der Woche

Nach einem Interview mit Professor Knie  verwenden 40% der Bevölkerung in Wien die öffentlichen Verkehrsmittel. Das ist mehr als in Berlin oder Rom. Dafür punktet Berlin mit FahrradfahrerInnen und Rom, nun ja, Italien eben mit – ich würd mal meinen – Motorrollern. Klischee, ich hör dich tapsen. Da in der österreichischen Hauptstadt die Anbindungen per Bus, Bim und U-Bahn tatsächlich hervorragend sind, nutze auch ich das Angebot für tägliche Fahrten zur Arbeitsstelle und wieder nach Hause. Doch was ich diese Woche so an Wortspenden an öffentlichen Plätzen hörte, ist in der Häufung tatsächlich bemerkenswert.

Schauplatz #1 – die Bim (Straßenbahn).

Ein paar Stationen vor meiner Haltestelle nimmt eine etwas ältere Frau neben mir Platz und ihr Mann steht neben ihr im Gang. Das Alter der beiden liegt geschätzterweise zwischen 55 und 60 Jahre, beide dick vermummt ob der winterlichen Kälte zu Wochenbeginn. Sie plaudern über irgendwas, ich lese mein Buch. Rechtzeitig klappe ich es zu, verstaue es in meiner Tasche. Dabei bekomme ich mit, wie ER sich darüber aufregt, dass die Bim nicht weiterfährt. Der Grund war offensichtlich und Er erkannte ihn auch recht schnell: Linksabbieger auf den Gleisen (da dürfen die das) sind vom Gegenverkehr eingebremst und verstellen die freie Sicht auf die nächste Strassenbahnstation. ER beginnt zu schimpfen, welche Idioten da mit dem Auto die Bim aufhalten. Soweit eigentlich recht normal. Beim Aussteigen höre ich dann aber einen Satz wie “Na, wenn ich für Mittelalter oder Western was mit Leder brauche, dann frage ich bei XYZ und ZYX nach, die haben ja beiden einen Job.” Was mich hier stutzen und nachdenklich zurück ließ. Er sagte das mit dem Job, als wäre es mittlerweile bewundernswert und aussergewöhnlich, wenn zwei Personen (scheinbar ein Pärchen) eine Arbeitsstelle haben. Ist es denn schon so weit, dass ein Job ein Jackpot ist? Aus seinem Munde klang es, als wären 80% der Bevölkerung arbeitslos und die Elite würde ein Einkommen erarbeiten. Vielleicht ist das auch das Umfeld, in dem sich ER befindet, aber das wäre wirklich traurig, in einem der reichsten Länder der Welt mit einer unterdurchschnittlichen Arbeitslosenquote.  Wahnsinn.

Schauplatz #2 – die S-Bahn.

Ich nehme die S-Bahn von Rennweg zum Praterstern, zwei Knoten im öffentlichen Verkehrsnetz. Vor allem der Praterstern ist ein Wiener Bahnhof mit mehreren Gleisen, zwei U-Bahnen, einigen Bim Linien und Buslinien, die sich hier kreuzen. Also jede Menge Menschen, die hier täglich um- und aussteigen. Ich sitze also in der Linie S1 und bei der Station Wien Mitte steigen 2 Schüler ein und stehen bei den Türen vor meinem Platz. Vom Alter her würde ich mal zwischen 10 und 12 Lenze sagen, wobei das natürlich völlig daneben sein könnte. Beide mit Snowboard Jacken, Jeans und Rucksack, offensichtlich kommend von einer Schule. Sagt plötzlich der eine zum anderen “Beim Praterstern bekommen wir einen Sitzplatz, da steigen die soziale Unterschicht aus.” Ich dachte zunächst ich höre nicht richtig. So ein kleines arrogantes … In diesem Alter hätte ich keinerlei Bezug zur Selbsteinstufung in sozialen Schichten geschafft. Dann aber überlegte ich: der Junge könnte vom Alter her mein Sohn sein. Woher kommt diese schiere Arroganz? Wird das von den Eltern vermittelt? Von Lehrern offen ausgesprochen, wenn finanziell schwächere Mitschüler in Schubladen gesteckt werden? Also woher kommen solche Gedanken – vor allem die Respektlosigkeit, das so auszusprechen. In öffentlichen Räumen Fahrgäste so pauschal zu verurteilen. Wahnsinn.

Schauplatz #3 – DVD Abteilung Müller

Schon beim Eintreffen in der DVD Abteilung der Müller Filiale, fiel mir die großgewachsene junge Frau auf, die bei den KinderDVDs “Mein kleines Pony” sucht. Schwarz gekleidet, mit hohen Schuhen, blonden Haaren, einem hübschen Gesicht und einem eigenartigen Kerl in der Nähe. Wirklich steil wurde es ein paar Minuten später als ich gerade eine DVD in der Hand halte und den Klappentext lese. Es erklingt die Stimme von dem Kerl der sinngemäß sagt: “He Schatz, wo bist du. Komm gefälligst her, stell dich da neben mich hin, lächle und sieh einfach gut aus, denn dann sehe ich auch gut aus. Du liebst mich doch, oder?” Vom Tonfall her, erinnerte es mich eher an meinen Grundwehrdienst beim Heer und die Absicht, sie öffentlich zu demütigen war unüberhörbar, denn er achtete schon darauf, a) laut zu sprechen und b) genügend Zuhörer zu haben. Was macht nun diese hübsche junge Dame? Sie kommt tatsächlich daher, schaut etwas schuldig und tut genau das, was der Kerl so unverschämt in aller Öffentlichkeit verlangt. Meiner Ansicht nach, wäre jede Intervention vergebene Liebesmüh gewesen, da sie keinerlei Anstalten machte, das Ganze ungewöhnlich oder gar unmöglich zu finden. Wahnsinn.

Getaggt mit , , , , , , ,

Komm Pinky, wir müssen uns auf morgen Abend vorbereiten…

 "Wieso,was wollen wir denn morgen Abend machen, Brain?"
 "Genau dasselbe was wir jeden Abend machen, Pinky. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen."

Oh ja… das geniale Intro aus “Pinky and Brain”, der Zeichentrick Serie über die beiden Labormäuse, die jede Nacht die Weltherrschaft an sich reissen wollen und einen wahnsinnigen Plan (Brain) nach dem anderen zum Scheitern bringen (Pinky).

Die gute, alte Weltherrschaft! Wer würde sie nicht gerne erreichen? Und das geht jetzt sogar: Chris Guillebeau beschreibt in seinem Manifest einen Weg: “a  brief guide to world domination

Was erwartet den geneigten Leser? Nun, eine Strategie um genau zwei Ziele zu erreichen:

1. Was willst du in deinem Leben erreichen? (vielleicht die Weltherrschaft, Mr. Napoleon?) und 

2. Was kannst du der Welt geben, das sonst keiner kann? (das herauszufinden ist nicht ganz so trivial, wie Punkt 1)

Das Manifest ist unheimlich fein geschrieben, mit Beispielen hinterlegt und entbehrt nicht einer gewissen Leichtigkeit, ob der Tiefe der Themen. Chris selbst hat sich auch diese Ziele gesetzt und ich denke, seinen Punkt eins wird er bald als erledigt abhacken dürfen: bis zum 35. Lebensjahr alle Länder dieser Erde gesehen zu haben. Cool, oder?

Also dann – viel Spass mit Pinky und Brain und mit der Weltherrschaft!

Getaggt mit , , , , ,

Neue Woche…

Montags abends und wieder dieses Gefühl – morgen wieder arbeiten. Bisher eher mit einem Lächeln ist es derzeit nicht ganz so einfach. Zu viel, zu wenig Zeit, enormer Druck…

Mal sehen, was sich aus den drei Möglichkeiten machen lässt:
Change it,
Leave it,
Reframe it.

Noch eine Woche Zeit dafür. Dann mal weitersehen.
Allen anderen eine schöne Woche,
hyade

Update

Hm… letzter Eintrag schon eine Weile her, ich weiss…

aber (es gibt doch immer ein aber), derzeit hab ich überhaupt keine Lust, online etwas anderes zu tun, ausser ein paar Seiten zu besuchen, ein paar Artikel zu lesen. Das Blog liegt brach, das andere hab ich grad mal aktualisiert, das MMORPG ruht, Facebook bleibt unangetastet.

Doch der Winter eilt mit Riesenschritten heran und in den dunklen Abendstunden werden sich auch wieder die Minuten der aktiven Betätigung finden.

Bis dann,
alles Gute,
h.

Mode? Mode!

Bei den derzeitigen Abverkaufswahnsinn war auch ich wieder mal einkaufen und habe einige nette Sachen zum Anziehen ergattert: Poloshirts, Anzug, Schuhe… nach der Aufräumaktion vor dem Sommer ist gottseidank wieder Platz im Kasten.

Heute war ich in ein paar Online Shops unterwegs:
Hugo Boss hat einen Sale auf der Website, leider ist bei den Jeans meine Grösse nur noch bei einem Modell verfügbar.

Auf Facebook habe ich drykorn gefunden, in Wien vor allem bei Turek und Peek & Cloppenburg erhältlich. Auch Herr von Eden ist im social Web bei Facebook unterwegs: Schön und wie gewohnt exklusiv präsentiert sich die Webseite, nur zu schade, dass es keinen Webshop gibt. Beim Hamburg Aufenthalt letzen Herbst war ich dort und beeindruckt von den mutigen Farben und Schnitten der Herrenschneiderei im Karlinenviertel.

Zur guten Letzt noch ein Abstecher zu Radklamotten: Rapha ist quasi der “Hackett” unter den sportiven Herrenausstattern und dementsprechend in der höheren Preissegment angesiedelt. Wie auch bei Hackett wunderschön und exklusiv…

Getaggt mit , , , , , , ,

Urlaubstop/-flop

Nach der erfolgreichen Landung heute mittags in Wien, war es Zeit für eine kurze Reflexion der Hits und Flops der vergangenen Wochen…

Nervend und überhaupt entbehrlich sind:

  • Animateure, die wild schreiend die Nachmittagsruhe stören und dabei brüllend am Strand auf- und ablaufen.
  • Servicepersonal, das unheimlich ignorierend sein kann und vor deren Augen scheinbar Gäste einfach so verschwinden.
  • Eltern, die sich überhaupt nicht im ihre Kinder kümmern und die Kommunikation auf ein”Komm mit” im Befehlston reduzieren.
  • Besserwisser, die für alles und jedes ein Expertenzertifikat in der Tasche haben und dies lautstark der Umgebung kundtun – blöd nur, wenn das in Deutsch oder Österreichisch passiert.
  • die unvermeidlichen Liegenbesetzer, aufgefettet diesmal von Kleinfamilien, die nicht nur mindestens drei Liegen im Schatten belegen und das ganze direkt am Meer auch nochmals machen müssen – warum auch immer.
  • Eltern, die ihre Kinder beim Einkaufen als Drängelmethode einsetzen: gib dem Kind die Waren, schicke es ganz nach vor in die Schlange (es wird sich niemand über ein Kind aufregen) und hol es an der Kasse mit dem Retourgeld ab.
  • Chefs, die dem Personal, das liebenswerterweise nicht nur leere Gläser abräumt, sondern auch neue an die Tische bringt, ebendiese Serviceleistung verbieten.
  • Reinigungkräfte, bei denen nach dem Verlassen des Zimmers die Anzahl der darin befindlichen Kekse nachvollziehbar schrumpft und wo plötzlich Kosmetikas unter dem Bett wiederzufinden sind, welche beim Verlassen des Raumes noch am Nachtkasten standen.
  • Disko des Schwesterhotels, deren Animationsbühne ohne Schallschutz auf das darunterliegende die halbe Nacht beschallt.
  • Zimmer, die schon etwas in die Jahre gekommen sind und eigentlich mit wenig Aufwand wieder herzu richten wären.

Aber nach diesen zehn Minuspunkten gibt es doch auch Highlights:

  • Servicepersonal, das dem Gast tatsächlich Gefühl von “Willkommensein” und “König sein dürfen” gibt: Danke Georga und der absolut netten Kellnerin in der Bar, die unaufgefordert neue Getränke vorbeigebracht hat. Ihr seid großartig und lasst euch das nicht kaputtreden oder miesmachen!
  • Personal an der Rezeption, das immer ein Lächeln im Gesicht hatte und sofort alle Wünsche erfüllte.
  • Genügend Liegen, auch wenn manchmal die Suche nach freien Sonnenliegen länger dauerte.
  • Eine Gastrononmie, die nach unseren Eindrücken zwar nicht den Standard eines RIU Hotels oder eines karibischen gehobenen Hotels erreicht, aber abwechslungsreich und ausreichend war. Highlight hier: die Taverna.
  • Sonne, Sonne, Sonne….
  • Ungestörte Strandspaziergänge in beide Richtungen bis zu den nächsten Buchten, die am Abend verlassen daliegen und im Schein der sinkenden Sonne versinken.
  • Busfahrer, die tatsächlich bei roten Ampeln stehenbleiben und sich zumindest an den Geschwindigkeitsbeschränkungen grob orientieren.
  • Getränke am Zimmer, die immer wieder nachgefüllt werden.
  • Kostenloser WLAN Zugang in der Lobby für das Mailabrufen.
  • Viel Lachen, Spass und Erholung.

Heute dachte ich schon, dass es sich wie zwei Tage anfühlt, die ich weg war. So dringend und schön war die Woche in Rhodos.

Getaggt mit , , , , , ,

Urlaub

Morgen geht es los – die Turbinen der Boeing oder des Airbus werden aufheulen und uns in wenigen Minuten in den Süden bringen: Das Ziel: Rhodos auf der gleichnamigen griechischen Insel.

Eine Woche Strand, eine Woche Sonne und eine Woche die frische Luft des Meeres. Endlich.

Getaggt mit , , , ,

Handgelenksgeschichten

Seit dem LMS schmerzt mein rechtes Handgelenk ein wenig. Davor nur ein leichtes Ziehen hin und wieder, ist es mittlerweile ein eigenartiges Gefühl – wie wenn irgendwas darin verrutscht wäre. Da gehts ganz fein ein paar Stunden, dann eine andere Bewegung und da – wieder wie wenn sich was verkeilt hätte… nun nicht ganz so schlimm, aber eigenartig.

Also werde ich die nächsten Tage die Hand halbwegs ruhig halten, einschmieren und auf Besserung hoffen. Zumindest den wohlverdienten Urlaub ab nächsten Donnerstag in der Sonne von Rhodos werde ich geniessen. So oder so.

Getaggt mit , ,

Eine Feier mit lieben Menschen

Gestern Abend war die Zeit gekommen, meinen Geburtstag nachträglich im Kreise von Menschen zu feiern, die mich in den letzten Jahren begleiteten. Und tatsächlich trudelten sie der Reihe nach ein… Freunde und Freundinnen aus der alten Firma und aus Tagen der kollegialen Zusammenarbeit, Kollegen und Kolleginnen aus den Jahren des Studiums (aus beiden, den ersten und den letzen Jahren).

Gemeinsam haben wir gefeiert, wir haben gelacht und Bier getrunken in dem “Hopfhaus” in der Donaustadt, und vor allem haben wir viel geplaudert. Geschenke wurden überreicht, Gerüchte sowie Tratsch und Klatsch wurden ausgetauscht. Heute beim neuerlichen Auspacken ist mir die Schriftrolle mit den “magischen” Zeichen in die Hände gefallen – ich glaube, da wird noch ein netter Ausflug folgen *g* aber bis dahin sind noch einige Rätsel zu lösen.

Ein Dankeschön an alle, die dabei waren und für diejenigen, die verhindert waren: wir werden uns demnächst wiedersehen!

Getaggt mit , ,

Wochenendplanung

Gerade ist Donnerstag abend und schön langsam wird es Zeit, das Wochenende zu planen:

Samstag ist ein Thermentag angesagt: Bad Waltersdorf bietet sich an, da am Sonntag eine Taufe in der Nähe von Hartberg stattfindet, bei der ich als Taufpate dabei sein werde. Also mal Hotel über das praktische I-Net gebucht und die Bestätigungen noch ausdrucken. Des weiteren den Routenplaner für die diversen An- und Abfahrten.

Entspannung ist also mal ein guter Einstieg nach dieser Woche: Zahnarzt war nicht ganz so angenehm (wann ist er das schon?). Bei der Untersuchung des ausgebrochenen Zahnteiles stellte sich heraus, dass die Plombe, die diesen schmückte, mal undicht wurde und sich natürlich darunter alles mögliche entzündete. Deshalb dauerte mein Besuch dann doch über eine Stunde und die Wurzelbehandlung muss in ca. 2 Wochen fortgesetzt und fertiggestellt werden.

Da freu ich mich nun schon auf ein halbwegs entspanntes Wochenende.

Getaggt mit , , , ,
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.