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All or Nothing

Im Zuge von ACTA, SOAP etc. mehren sich die offenen Briefe der unterschiedlichen Gruppen und Interessensvertretungen zum Thema “Urheberrecht” und Vermarktung von kreativen Inhalten im digitalen Umfeld. Grundsätzlich stehe ich auf dem Standpunkte, dass ich bezahle, was mir das Gekaufte wert ist. So lasse ich Filme und Spiele oftmals ein paar Monate links liegen, auch wenn ich mich bei der Release freue, um dann den Preis zu zahlen, den ich für ok erachte. Beispiel? “X Men – Erste Entscheidung”, von Kritikern und Publikum hochgelobt, die DVD um 20€? No way, schon wenige Wochen später um 15,- dann um 13,– und dann jetzt (nicht mal ein Jahr nach dem Kinostart) um 10,– – klarer Fall von Pflichtkauf.

Klar gibt es auch digitale Editionen (z.B. iTunes) aber tatsächlich ist mir der Kauf eines physischen Mediums lieber. Die DVD kann ich auch nach 3 Jahren nochmals ansehen, bei einem Stream ist diese Sicherheit nicht gegeben. Das ärgert mich, wenn ich eine Scheibe kaufe und dabei einen Code für einen Download oder Stream finde, denn dort findet sich bereits jetzt schon ein Ablaufdatum, ab wann der Inhalt (für den ich doch bezahlt habe) nicht mehr verfügbar sein wird. Dieses “Nutzungsrecht” möchte ich gar nicht wahrnehmen. Genau aus diesem Grund besitze ich auch keinen Kindle oder ein ähnliches Gerät. Ein Buch auf Zeit zu kaufen und sich niemals sicher sein zu können, ob es morgen noch zum durchblättern zur Verfügung steht? Nein, danke – diese Revolution findet ohne mich statt. Umso mehr verwundert mich die Dreistigkeit von Händlern wie amazon.com diesen beschränkten Erwerb noch um teureres Geld anzubieten, als das gedruckte Werk.

Aus ähnlichen Gründen wie beschrieben, läuft auch auf meinem Rechner ein bittorrent Client. Spiele, die ich teilweise bereits 2 oder mehrmals gekauft habe (Originalspiel, Download Version und Heftbeigabe), funktionieren manchmal nicht mehr. Entweder die DVD ist abgängig (aber die Hülle mit Registrierungskey liegt vor) oder der Download ist nicht mehr (yahoo games, anyone?) oder die DVD wird vom Gerät nicht mehr erkannt (NfS Underground Teil 1). Da hilft dann ein beherzter Griff in die Untiefen des Netzes und meine “Privatkopie” ist wieder hergestellt. Sorry, liebe Spieleindustrie, das kann gar nix. Plattformen wie “Steam” machen das nicht unbedingt besser, denn bist du nicht online, kannst du nicht spielen (zumindest die Teile, die eine Verifizierung bei jedem Spielstart antriggern). Da bleib ich doch lieber bei der Unterstützung von Kickstarter Projekten, die einen digitalen oder physischen Zugang erlauben.

Ein weiterer Puzzlestein in den Mühlen der Contend Industrie Diskussionen sind die Filme und Übertragungen der Bezahlsender. Hier vermisse ich die Flexibilität und die Kundenfreundlichkeit, sich bestimmte Teile anzusehen und andere nicht. Sportpaket, Bundesliga Pakte und dann auch noch Kabelanschluss? Warum nicht einzelne Spiele oder einmal eine Konferenz der Premier League um1,99€? Warum nicht ein F1 Wochenendpass um 9,99€? Warum nicht ein [beliebiges Event einsetzen] um [angemessenen Betrag]? Wie es gehen kann, zeigen sport1.de oder auch Vermarktungsgesellschaften wie nfl.com oder motorgp.com (wobei bei letzteren auch wieder nur Pakete zu erwerben sind, bei sport1.de gab es die Rugby WM Spiel für Spiel). Oder sogar FreeStreams ala laola1.at, die die spanische Liga zeigen. Einfach so – ohne tausend WerbePopUps für semi-legale Kontaktbörsen. Das ist das, was ich mir wünsche. Hab ich ein freies Wochenende und ein Kracher wie BVB vs. Bayern München steht an, braucht es eine Plattform für den Stream, eine Abrechnung via amazon check out und erledigt. Kein Thema. Da bezahl ich doch gerne, weil ich dieser Unterhaltung Wert bei messe und nicht Spielfilme bekommen, die mir am Allerwertesten vorbei gehen.

Also liebe Content Menschen… macht was. Die Zukunft wird nicht auf euch warten, sie ist schon da. Nämlich in Form von Alternativen, die sich nicht eurer Kontrolle unterziehen und die sich selbst mit schlechter Qualität und nervigen Addons ins Aus stellen. Doch wenn ihr als Rechte Inhaber nicht bald auf diese Angebote reagiert, wird das jemand anderer machen. Und dann gibt es einen dominaten Anbieter wie iTunes, der euch die Regeln vorschreiben wird, wieviel vom Kuchen für euch übrig bleibt.

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Unendliche Weiten

“Dunkle Wälder, verlorenen Ruinen,
Festen aus längst verlorenen Zeiten.
Erbe der Elfen, Knochen der Zwerge,
Vergessen, einsam auf stürmischen Gipfeln”

Langsam senke ich meine Laute und öffne meine Augen. Das Lagerfeuer in der Mitte des Raums knistert, die Gäste sind verstummt. Doch nicht mein Lied hat sie zum Schweigen gebracht, sondern die dunkle Gestalt in der Eingangstür. Ein Kaiserlicher, ein Soldat, entsandt aus der Hauptstadt in dieses Nest in den Norden, wo die Geheimdienste der Majestäten Revolutionäre von Ulrich Sturmmantel vermuten. Der Krieger tritt ein und sieht sich um. Die Nordmänner und Frauen regen sich nicht, die Blicke sind starr nach vorne gerichtet: auf den Becher, auf das Feuer, auf so manch schwielenbedeckte Hand. Aufmerksam sieht der Soldat in jedes Gesicht. Er sucht zweifellos jemanden. Ein Opfer? Einen Mörder? Ich blicke rasch zur Wirtin Syla, die hinter ihrer Theke steht und ihre Hände langsam unter dem Tresen bewegt. “Nein” sagt mein Auge, “Nein” denkt mein Verstand, “Nein” schreit mein Herz, doch meine Lippen schweigen.

Der Kaiserliche nähert sich Eric, den Mann von Syla und plötzlich schwirrt ein Dolch durch die Luft. Im nächsten Moment steckt der kalte Stahl im Rücken des Soldaten und mit verwirrter Miene bricht er zusammen und krümmt sich am Boden. Eric schreit das Wort, das ich nicht sagen konnte “Nein” und ein Tumult bricht los: die einen wollen so schnell wie möglich das Gasthaus verlassen, doch gleichzeitig drängen noch mehr kaiserliche Soldaten herein – die ersten haben bereits ihre Schwerter gezückt und töten diejenigen, die nah am Eingang stehen. Ich will zu meinem Bogen greifen, doch ich stolpere über einen Körper, der vor mir liegt und schlage auf den Boden. Ich verliere mein Bewusstsein und das letzte das ich sehe, ist eine zerbrochene Laute neben mir am Boden.

Als ich erwache, finde ich mich gefesselt auf einem Wagen, gemeinsam mit anderen Männern und Frauen. Sie bringen uns nach Helgen, zur Hinrichtung, so heißt es…

Wie es weiter geht? Nun, ich finde mich in einer gigantisch große Welt wieder, in der die Aufständischen gegen die kaiserliche Armee kämpft. Das ist der große Rahmen der Geschichte, daneben locken persönliche Quest, heimelige Häuser, Beziehungsgeschichten, Kochstellen, Schmieden und Ausbildungen zum Magier, Dieb, Mörder und Barde. Kinder wollen beschützt, gerettet und gerächt werden, Drachen bedrohen die Städte und Festungen, die sich gegen die Kälte und die Stürme von Himmelsrand wehren. Jarls verstricken sich in Machtkämpfe, Banditen ziehen plündernd durch die Dörfer und Priester flehen ihre Götter an. “Skyrim” heisst das Spiel, das Bethesda im Rahmen der Elder Scroll Reihe im letzten Herbst veröffentlichte und Skyrim bedeutet stundenlanges Spielen, ein Eintauchen in eine andere Welt voller Magie und Schwerter. Manche meinen, die Welt sei zu groß, zu langweilig mit der Zeit.

Ich mag Skyrim  - ein Sandkasten zum Spielen, zum Erforschen und Erkunden. Verschiedene Quests lassen sich unterschiedlich lösen – bezahle ich dem Betrunkenen einen  Drink oder spendiere ich ihm ein Goldstück? Je nachdem geschehen unterschiedlichen Folgeereignisse. Ich mag es, zu Schleichen und aus der Dunkelheit heraus dem Gegner mit dem Bogen, den ich magisch erweitert habe, einen Pfeil in das Herz zu jagen. Dazu nehme ich meinen Begleiter mit, der mir hilft, die erbeuteten Stücke wieder zurück in die Stadt zu bringen, der auch ein Zimmer in meinem Haus hat.

Daneben wird die Geschichte in Büchern geschrieben, in den Quests erzählt, die aus historischen Tiefen heute noch nachwirken. So wie auch die Drachen, die wieder erwacht sind und den Himmel über Skyrim bevölkern. Spätestens da ist Schluss mit Schleichen – es ist die Zeit der Pfeilhagel, Flammenschwerter und schweren Rüstungen. Gerne komme ich für ein paar Stunden zurück und meine Dunkelelfe reist wieder durch die Lande, erzählt Geschichten und bekämpft dunkele Magier, reissende Bestien und grausame Banditen.

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Android Spiele

Seit einigen Monaten habe ich mein iphone der ersten Generation durch ein Dell Streak abgelöst. Ich wollte mal ein Android Phone ausprobieren, weiters suchte ich nach einem tablet-ähnlichen Teil, das aber auch zum telephonieren geeignet ist. Da kam mir dieser Hybrid gerade recht: gebraucht erworben war es nicht unbedingt ein Schnäppchen, günstiger als die Apple Produkte aber allemal.

Klarerweise muss eine Spielernatur wie ich den Google Market nach Spielen absuchen – vor allem die kostenlosen landen immer wieder auf der Speicherkarte um entweder zu tode-gezockt oder wieder gelöscht zu werden. Hier meine drei All-time-Favoriten:

Platz 3 – Untangle Unlimited

Entwirre ein Knäuel von Punkten, die mit Fäden verbunden sind! Zur Lösung dürfen sich die Fäden nicht überkreuzen. Mehrere Schwierigkeitsstufen und der Score ist die Zeit, die zur Lösung benötigt wird. Eignet sich für ein paar Minuten zwischendurch, da sich auch die späteren Herausforderungen klar im “unter-5-min” Bereich halten (zumindest bei mir auf der einfachsten Stufe).

Platz 2 – Alchemy Classic

Durch die Kombination aus den 4 Grundelementen Feuer, Wasser, Erde und Luft lassen sich hunderte andere Elemente erschaffen. Keine Angst, du musst nicht immer von vorne beginnen, sondern kannst auch bereits entdeckte Teile aus dem Inventar nehmen. Verschiedene Variationen bringen verschiedene Ergebnisse hervor – das einzige, das du angezeigt bekommst ist die Anzahl der benötigten Zutaten. Ich liebe vor allem die skurrilen Resultate wie “irgendein Lebewesen” + “Alkohol” *g*. Tatsächlich finde ich die Ergebnisse bis zu ca. 150 Elementen recht einfach und nachvollziehbar, dann gab es einen länger andauernden Hänger. Aber es macht Spass, heraus zu finden, wie was zusammengehören kann.

Platz 1 – Zumas Revenge

Dieses Kleinod von PopCap enthält alles für ein suchterzeugendes Spielgefühl: viele Level, ein paar Endbosse, zufällige Szenarien, Bonuspunkte bei bestimmten Abfolgen und Highscore Listen. Schon vor ein paar Jahren hat sich das Spiel in unseren Testraum verirrt und die Wartpausen zwischen den Installationen vertrieben. War ich froh, dieses Teil im Market zu finden und es macht genauso viel Spass wie damals. Der Kick im TV ist gerade wieder fad? Kein Problem, Telefon aus der Tasche und los gehts. Genau das mache ich nun auch…

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Wenn Titanen fallen…

Die Berichte in den einschlägigen Computerspiel Magazinen zum Thema “Diablo III” haben mir wieder Appetit auf sogenannten “Kloppmist” gemacht: ein Spiel ohne tiefgründiger Story, in dem es vor allem darum geht, mit möglichst vielen Mausklicks möglichst große Monsterhorden in den virtuellen Tod zu stürzen.

Im Zuge der Änderungen die Blizzard mit “Diablo III” plant (permanente Onlineverbindung, Item Shop mit Echtgeld usw.) sichtet der interessierte Leser die eine oder andere Alternative in den Kommentaren und Foren. Da ist die Rede von “Torchlight” und “Grim Dawn“, von “Dungeon Siege” und weitern Vertretern aus dem “Hack ‘n’ Slay” Genre die Rede.

Selbst war man ja dabei, als “Sacred 1 & 2″ aus der Taufe gehoben wurden, als “Fate” als Download Titel im yahoo Shop zu haben war, als “Torchlight 1” das Licht der Welt erblickte. Natürlich gab es auch das Reinschnuppern in die Demos von “Silverlight“, “Loki” und “Avencast“. Doch nach dem Stöbern im Archiv von geschätzten Blogger Kollegen auf Seniorgamer war es klar: Titan Quest muss her – in der Auflage der Software Pyramide kostet das Spiel mit dem Addon um die 10€, eine Menge Spielspaß für wenig Geld.

Installiert, Charakter erstellt und los geht’s. Keine Klassenwahl zu Beginn erscheint die Spielfigur im antiken Griechenland und kümmert sich genrespezifisch um mehrerlei lästiges Getier rund um das Anfangsgebiet. Statt Ratten sind es Wildschweine, die obligaten Skelettkrieger kommen später.  Das alternative Setting hebt das Spiel wohltuend von der Masse der einfallslosen aber fantastischen Diabloklone ab, die Spielewelt präsentiert sich farbenfroh: das Gras leuchtet grün, das Wasser schimmert blau, die antiken Häuser scheinen aus Sandstein erbaut zu sein. Neben dieser optischen Augenschmeichelei passt auch die akustische Untermalung: eine Melodie begleitet die ersten Schritte, Grillen zirpen im Gras, die alten Griechen brabbeln auf der Strasse. Gefällt gut!

Schon beginnt der “Ernst” des Spiels: Geklicke bis zur Sehnenscheidenentzündung. Tonnen an Rüstungen, Waffen und anderer Beutegegenstände wollen zum Händler geschleppt werden. Dann klimpert auch der Geldbeutel und das Ersparte nähert sich rasch dem wünschenswerten Kontostand des Spielers auf dem Geldinstitut seiner Wahl. Dazwischen tauchen aber Relikte auf, die verwendete Ausrüstung aufwerten. Anfangs bekam ich gar nicht mit, dass diese auch mehrfach kombinierbar sind und damit natürlich auch Bonus-Boni geben. Da lacht das Sammlerherz und die von “Diablo” einst so perfektionierte Sucht nach dem Besten, den Tollsten, den allerseltensten Setrüstungen kann beginnen. Ja, es funktioniert. Goldene Gegenstände, grüne Items und schliesslich die ersten Setteile landen in meinem Inventar. Zahlen wollen verglichen werden, Abwägungen getroffen: mehr Geschicklichkeit oder doch den Bonus auf die Resistenzen erhöhen?

Alles Gold, was glänzt? Bisher ja. Das Spiel weiss zu unterhalten, gefällt durch Detailreichtum und selbst die einfach gestrickte Hintergrundstory gewinnt ob der reichhaltigen griechischen antiken Mythologie an Substanz. Sich mit dem Vorsatz hinzusetzten, ja doch nur eine Stunde zu spielen ist leicht – nach einer Stunde wieder aufzuhören, das ist die schwierige Kunst. Da hilft es nicht unbedingt, dass ein Ausstieg nur bei den “Wiederherstellungsbrunnen”, also definierten Punkten, an denen die Spielfigur bei Tod oder Neueinstieg das Spiel betritt, sinnvoll ist. Ansonsten erscheint man zu Beginn eines Areals und hat alle Monster wieder quicklebendig vor sich. Dieses kleine Manko ist wirklich Jammern auf hohen Niveau. Einem Niveau, das durch Patches und Verbesserungen erreicht wurde (siehe dazu auch den seniorgamer Artikel) und um 10€ im Action-Klick-das-Monster-tod-Genre seines Gleichen sucht.

Update: Wie gerade auf 4players.de gelesen, sollte “Path of Exile” in die Liste der zu beobachtenden Spiele aus diesem Genre.

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Der Hexer und das Drachenzeitalter

Nach dem schwierigen Einstieg, in dem der Funke so gar nicht überspringen wollte [link zum alten Beitrag], hab ich nun doch wieder begonnen, Dragon Age II zu spielen. Wie es dazu kam? Nun, gehen wir ein paar Monate zurück: “Dragon Age” ist durch, die Erweiterung “Awakening” detto, der “Witcher” liegt herum und Teil 2 von DA ist vorbestellt. Dann trudelt das Teil ein, ich beginne den Demoteil nochmals zu spielen, bin enttäuscht und beginne den “Witcher” zu spielen. Teil 1 wohlgemerkt.  Was für ein Unterschied – bis ich frustiert den Witcher liegen lasse, weil ich an irgendeiner Stelle ein paar mal sterbe und keine Chance sehe, weiter zu kommen. Aber mal den 2ten Teil des Hexers mitgenommen und eingetaucht in Temerien [link zum älteren Beitrag].

Ähnlich wie im ersten Teil komme ich an einen Punkt an dem es heißt: sterben. Laden, anderen Weg probieren, sterben. Laden, andere Tränke/Waffen/sonstiges, sterben. “Frust kommt auf, denn der Bus kommt nicht.” tönt Peter Fox aus den Boxen. Apropos Boxen – also Boxenstopp und fliegender Spielewechsel. Der Blick fällt auf “Dragon Age II”. DVD rein, laden und los.

Diesmal eine Schurkin und da ein gewisser Potter von den Plakatwänden grinst, heisst die gute Dame auch sehr schnell “Hermine”. Hermi Hawke, ein epischer Name, den sich Kirkwall gleich mal auf die Stadtmauern ritzen sollte! Also, was geht diesmal ab? Nochmals den Demoinhalt *gähn* und wieder in die Stadt. Kommt mir doch bekannt vor. Nach dem mühsamen Einstieg wird es aber dieses Mal besser, es füllt sich das Questlog, aber die Begeisterung von Teil 1 – Pustekuchen! Schwamm drüber und weiter gehts.

Tatsächlich offenbaren sich die Schwächen erneut in voller Wucht: die Level, die ganze Welt ist schlauchartig, kein Ausbrechen, keine entdeckenswerten anderen Wege. Klar vorgezeichnete Schritte ohne Sidestep, geschweige denn ein Sidekick, der mir das Gefühl geben würde: aha! Was für eine Wendung, was für eine Überraschung! Klar, in manchen Gefährtengeschichten gibt es Wendungen wie auf der Glocknerstrasse, aber wirklich überraschend kommt nichts.

Die Idee, das Spiel in eine nacherzählte Geschichte zu packen, die Varric der Zwerg erzählt, nimmt noch mehr von kaum vorhandenen Gefühl der Entscheidungsfreiheit weg. Was soll ich als Hauptdarsteller ändern, wenn das Ende der Legende vorgezeichnet ist. Diese Einschränkung zieht sich durch alle Ebenen des Spieldesigns: ich darf meine Gefährten gerade mal mit Schmuck und Waffen ausstatten, keine Rüstungen. Ich besuche im ersten Akt dreimal Höhlen, die immer gleich aufgebaut sind. Ich darf mir nicht aussuchen, wem ich nun ein Geschenk mache  – die sind im Gegensatz zu Teil 1 in die Gefährtenquests eingebaut und nicht mehr frei verschenkbar. Ich darf bekannte Gebiete wie die “Tiefen Wege” besuchen, aber war das im Vorgänger eine unheimliche, langwierige und gefährliche Aufgabe, ist dieser Teil in einer Stunde abgeschlossen. Was habe ich in “Origins” Respekt vor den Tiefen Wegen gehabt! Jeden Schritt geplant, jede Weggabelung gespeichert und das über mehrere Abende hindurch. Hier nun: rein, raus. Schatz mitnehmen, danke, fertig.

Gibt es denn gar nichts Gutes? Ein paar Dinge sind schon besser gelöst: Die Einbindung der Gefährten in die Dialogoptionen ist viel besser gelungen. Vor allem der schurkische Zwerg hat immer eine unglaublich geflunkerte Geschichte auf Lager, die ihm der Gesprächspartner ohne weiteres abkauft. Oder er legt den Bösewicht mit seiner Armbrust einfach um. Auch gut.

Die Grafik ist gut gelungen, da haben die Designer noch ein Schäufchen nachgelegt, auch wenn es mit den aktuellen Treibern von nVidia bei den DirectX 11 Optionen massive Probleme gibt. Also runter auf DirectX9 und geht schon wieder.  Auch die Idee, den Gefährten eigenen Häuser und Aufenthaltsorte zu spendieren, ist die besser Option als sie wie angewurzelt in einem Lager zu halten. Das vermittelt dann doch zumindest den Anschein, als hätten sie ein eigenes “Leben”.

Wirklich gepackt hat mich das Spiel nicht. Es ist aber nach einigen Stunden soweit gediegen, dass ich zumindest wissen will, wie es weiter geht. Ein solides Game, das aber durch die Einschränkungen mich soweit gebracht hat, dass ich die “Elder Scrolls IV Oblivion” DVD suche, um wieder in eine offene, weite Welt einzutauchen, in der ich alle Bewegungsfreiheiten habe, die mir in “Dragon Age II” abgehen.

Und dann – dann kommt auch wieder die Zeit des Hexers. Ich vermute mal, dass dies der Fall sein wird, wenn “Oblivion” seinen heiss ersehnten Nachfolger “Skyrim” bekommt. Dann würde sich das Muster wiederholen und der Kreis sich schliessen.

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Manchmal ist es wie verhext!

“Da bin ich doch schon wieder tot! Diesmal durch einen Pfeilhagel der Wachen, deren Kumpanen ich gerade ins Jenseits befördert habe. Zuerst fordern sie mich auf, die Waffe wegzustecken und dann gehen sie gleich mal auf mich los… ja was soll ich denn machen? Klar hab ich mich gewehrt! Und dann das – ich stürz mich doch wegen zwei solcher dahergelaufenen Wachsoldaten, die sowieso nur den ganzen Tag saufen und fressen in Schulden. Das hab ich dann davon. Nicht mal eine faire Chance – mit Pfeilen niedergestreckt… und seit mindestens einer halben Stunde nicht gespeichert! Verflucht!”

So gings mir gestern im “Witcher 2″ – gerade mal hat das Spiel nach dem Tutorial begonnen, schon zeigt mir der Bildschirm mein unrühmliches Ableben. Mir schein, Sterben geht diesmal schneller als im ersten Teil. Dafür lebt es sich auch viel schöner. Beeindruckend, was die Jungs von CDProject da auf die Beine gestellt haben. Mit ihrer eigenen Grafikengine wird die Welt so… lebendig, atmosphärisch dicht, sensationell. Nach der Installation meinte das Konfigruationssetup, dass auf meinem Teil die Einstellungen wohl nur auf  ”low” zu setzten sind, dennoch “Hut ab” in Richtung Polen.

Bereits zu Beginn geht es voller Action los: Stadtbelagerung, Ballistas, Katapulte, Drach… ähm. Sollte doch nicht zu viel verraten.  Die Personen gehen ihrem Tagwerk nach, auch wenn Geralt mal nicht hinsieht und plaudern miteinander über die letzten Erlebnisse, Ereignisse und alltägliche Sorgen. Auffallend zu Beginn ist auch die überarbeitete Steuerung und das aufgeräumte (will fast heissen: leere) Interface, wenn der Hexer wieder mal in Aktion tritt. Konnte der Schwertkämpfer in Teil eins noch zwischen verschiedenen Kampfstilen (wuchtig, schnell, Gruppe) und auf einem Klick zwischen Stahl- und Silberschwert wählen, ist es diesmal anders: linke Maustaste für schnelle Hiebe, rechte Maustaste für wuchtige Hiebe und eine Taste fürs Blocken. Auch die Möglichkeit, durch gezieltes Timing die Kombos auszulösen ist nicht mehr vorhanden. Anstatt klickt man wie blöd auf die Maustasten. Jungx – das war im ersten Teil deutlich besser gelöst!

Bisher ist das allerdings das einzige Manko, das mir aufgefallen ist. Zahlreiche Verbesserungen, wie die Möglichkeit Fackeln zu löschen und damit an Gegner heranzuschleichen, Rüstungen und Schwerter aufzuwerten (rudimentäres Handwerkssystem!) und die gewohnten Utensilien wie Tränke, Fallen, Öle usw. erweitern den Aktionsradius des Hexers. Schon das Tutorial dauert ein Weilchen und führt mit superb inszenierten Sequenzen und Einlagen in das Geschehen ein. Möge es am Wochenende regnen – es ist mir zumindest egal, da ich gerne einen Ausflug in die Welt des Witchers mache.

Ach ja, Patch eins ist auch schon draussen – wie immer fix, die Damen und Herren von CDProjekt. Bei der letzten Ankündigung/Aussendung wurde auch die XBOX360 Version für November angekündigt.

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Dragon Age II

Nach dem Kracher von Teil 1, der mit unglaublich mitreissender Story und wunderbar ausgeprägten Charakteren zu bestechen wußte, war klar: auch Teil 2 muss her. Vor einigen Wochen wurde bereits die Demo bereit gestellt und bereits in dieser waren die Änderungen augenscheinlich:

Die Charaktere wirken flach (nun gut, das könnte auch der Kürze der Demo geschuldet sein), das Interface wirkt viel spärlicher, zusammen geschnitten und einfallslos, die Präsentation ist kein Fortschritt zu Teil 1.  Dennoch, mal ab ins Getümmel und siehe da, die Kämpfe sind schnell, schneller, am schnellsten! Da rast der Schurke herum, als wäre Speed in seinen Adern, da wirbelt eine Magierin als wäre ein Dämon in ihr. Also nix mit realistischen Kampfeinlagen, mit einer Waffenbeherrschung, die einigermassen kontrolliert wirkt.

Und dann der Auftritt von Flemeth, der Zauberin. War sie im Vorgänger noch eine alte Dame, die sich bei Bedarf in einen gewaltigen Drachen verwandelte, sieht sie nun aus wie eine Dämonin aus dem Nichts. Dabei scheint die Zeit des Geschehens eher parallel zum ersten Teil, denn später versetzt zu spielen. Was ist also mit ihr passiert? Arbeitet der Designer vielleicht nicht mehr bei Bioware?

Sprung zurück zum Spiel Dragen Age Teil II – erste Enttäuschung: die bereits erledigte Demo nochmals durchspielen ist angesagt. Also wieder die selben Schauplätze, die selben Dialoge, die selbe Flemeth. Ich habe nie das Gefühl, Teil einer großen Geschichte zu sein, ein narrativer Trick, den Teil 1 so wunderbar beherrschte. Ich klappere den Weg ab, dann Ende und die Überfahrt in die nächste Stadt wird per Landkarte erzählt. Auch dort kann die Geschichte nicht an Fahrt aufnehmen. Es tändelt so dahin, es scheint egal, ob ich mich dieser oder jener Fraktion anschliesse.

Schade – DAS Potential ist ja da. Im Download Center gabs für Kunden auch Mass Effect 2 als kostenloses Angebot. Bioware schafft dort die Atmosphäre, die ich in Dragon Age so vermisse in ein komplett anderes Szenario zu heben.

So wechsle ich von Ferelden in das futuristische Universum mit dem Versprechen, den Champion der Fantasy zumindest den Schlussakt zu gönnen. Aber nicht jetzt. Nun rette ich den nächsten Planeten. Oder so…

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Noch mehr Spiele

Beim vorigen Beitrag zu “Titan” sind mir noch ein paar Brettspiele eingefallen, die wir damals nächtelang bemüht haben.

Robo Rally

Kleine Roboterfiguren werden “programmiert” und dann losgeschickt. Ich glaub, wir hatten damals das Grundspiel mit mindestens 2 Erweiterungen. Lustig zu beobachten waren die unterschiedlichen Strategien der einzelnen Spielern. Da gab es diejenigen, die mal sämtliche Waffen und Optionen gesammelt haben und dann von hinten das Feld aufzuräumen. Das hat aber oft nicht wirklich geklappt, da waren diejenigen schneller, die versuchten die Ziele schnellstens zu erreichen. Aber prinzipell galt: alle gegen dein kleinen rosaroten Roboter (eine Mischung aus E.T. und Wall-E).

Die Siedler von Catan

Dieses Spiel des Jahres 1995 besticht durch einfache Regeln, taktische Möglichkeiten und einer zufallsgenerierten Ausgangslage. Alle in unserer Spielgemeinschaft haben es geliebt! Weniger beliebt waren Spielzüge, die sich über Minuten gezogen haben, weil sich bestimmte Personen die Zeit genommen haben, alle Optionen und Varianten in diversen Kombinationen durchzugehen und “vorherzusagen”. Das waren dann immer Klopausen oder Unterbrechungen um das nächste Bier zu holen.

Civilisation

Ja, dieses bekannte Computerspiel gibt es auch in der Brettspielvariante. Wirklich oft haben wir es nicht ausgepackt und ich glaube mich zu erinnern, niemals ein Spielende gesehen zu haben. Die Regeln waren enorm und komplex, die Entwicklungen oft nich transparent und vorhersehbar, die Materalien nicht wirklich liebevoll gestaltet. Dennoch ist es ein Spiel, das in einem anderen Medium extrem erfolgreich wurde und deshalb hier auch erwähnt werden soll.

Ein paar andere Spiele gabs noch, dazu mal ein anderer Bericht….

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Titans Rückkehr

Eigentlich war es ein Wikipedia Artikel, der mich wieder an längst vergangene Tage zurückdenken ließ: “Titan” das Spiel. Stundenlang sind wir in einem gewissen Studentenheim gesessen und haben unsere Köpfe über das Spielbrett gehalten und die nächsten Züge geplant, überlegt, welche Armeen wir wo positionieren, versucht zu erinnern, welche Kreaturen sich in den Stapeln der Gegner verbergen.

Ein tolles Game, das uns Steve aus den Staten mitbrachte – man zieht seine Truppen verdeckt über das Feld, rekrutiert immer mehr Kreaturen, tauscht diese in bessere und teilt ab einer bestimmten Größe die Armee. So ein Spiel kann mit mehreren Personen sehr lange dauern, vor allem, wenn sich dann zwei starke Titanen finden, die einander belauern und auf eine Schwäche des Gegners warten.

Zurück zum Wiki-Artikel: dort wird erwähnt, dass das Spiel neu aufgelegt wird. Ein Blick auf die Seite von Valley Games bestätigt: es wird nicht nur neu aufgelegt, es ist bereits da! Allerdings wurde das Design des Spielbrettes geändert und noch bin ich nicht sicher, ob das gut oder schlecht ist. Leider gibts auch keine Aussage, ob die Kreaturen auch geändert wurden. Schade finde ich, dass das einfache, schnörkellose Design ein wenig verloren ging (zumindest aus der Entfernung Österreich-Kanada betrachtet).

Hier noch ein Vergleich:

Titans Boards

Titans Boards

Wer die Bilder grösser und besser sehen möchte, bemühe bitte die Google Bildersuche mit den Suchworten “titan board game” :)

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Bioshock angespielt

Beim Einkaufen fiel mir das Sonderangebot “Bioshock” in die Hände: 9,99€ für ein, von der Presse hochgelobtes und mit besten Kritiken versehenes Game ist ein mehr als fairer Preis. Auch wenn es bereits vor einem Jahr veröffentlicht wurde – ich hab bisher noch nichts davon gesehen.

Die Installation lief im ersten Versuch nicht so toll: Mein DVD-LW hat öfter Probleme mit dem Lesen von DoubleLayer Disks (heissen die so?). Aber die Inhalte auf die Platte kopieren und von da aus das Setup aufrufen: klappt!

Und so betrat ich die Welt von Bioshock, ließ mich in die unterwasserliegende Stadt Rapture bringen und spiele die erste Stunde ohne Pause. Eine toll gezeichnete Welt im Stil des Art Deco vermischt  mit Elementen der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, zerstört, eingerissen, beklemmend und von allgegenwärtigen Wassermassen bedroht. Eine Stimme führt mich durch das Tutorial, eine Stimme, die Hilfe verspricht – aber dennoch so vieles zu verstecken scheint.

Verstümmelte Gegner, eigenartigen Waffen, die sich nur mit Spritzen in die eigene Pulsadern wieder laden lassen, Roboter, die Wache halten, dekorative Elemente, die eine untergegangene Pracht erahnen lassen… wunderbar. Stimmig in Szene gesetzt und spannend von der ersten Minute an – wahrlich ein Meisterstück!

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