Anordnung von Menübefehlen

Die meisten Applikationen bzw. Softwareprodukte die wir kennen und benutzen, stellen uns unterschiedliche Optionen auf unterschiedlicher Weise zur Verfügung.

So haben die meisten Programme eine oder mehrere Menüzeilen am oberen Bildschirmrand, mit denen unterschiedliche Funktionen ausgewählt und aktiviert werden können. Als LeserIn dieses Beitrages in einem Webbrowser stehen bei den meisten Browsern gerade die Menüzeile mit „Datei“, „Bearbeiten“, „Ansicht“ usw. an oberster Stelle, darunter sind die Schaltflächen für „eine Seite zurück“ und „eine Seite“ nach vor angeordnet, daneben weitere Symbole und die Adresszeile.

Weitere Optionen erhalten User bei einem Klick mit der rechten Maustaste auf einen Link auf dieser Website. Also eine weitere Möglichkeit, dem Benutzer/der Benutzerin Zugang zu Funktionen zu ermöglichen.

In manchen Computerspielen werden diese Funktionen anders angeordnet: in einem Kreis. Die Auswahl der Funktionen ist kontext-sensitiv, d.h. je nach dem gerade ausgewählten Objekt verändert sich die Anzahl und die tatsächliche Funktionalität.

Menue aus HoMM V So sieht ein Beispiel einer solchen Anordnung im Spiel „Heroes of Might and Magic V“ der Fa. Ubisoft aus. Ein Objekt im Spiel wurde selektiert, die dazugehörigen Optionen werden rechts unten am Bildschirm angezeigt und eben im Kreis um eine Hauptoption angeordnet.

Vorteile einer solchen Aufteilung sind:

  • Kurze Wege für die Aktivierung mit der Maus
  • Nur mögliche Optionen werden angezeigt, gerade aktive Optionen werden farblich hervorgehoben
  • Keine unterschiedlichen Menüleisten
  • Umgehung der „langen“ Wege durch verschachtelte Menüs, die verschwinden, wenn die Maus nicht exakt über den vorgegebenen Weg geführt wird

Nachteile sind:

  • Nur eine begrenzte Anzahl an Befehlen in der ersten Ebene möglich
  • Unterschiedliche, da kontext-abhängige Symbole könnten verwirrend sein

Interessanterweise wird auf der Website „www.songza.com“ dieses Konzept aufgegriffen und erstmals (meines Wissens nach) im Webkontext ein-/umgesetzt. Auf dieser Seite können Songs gesucht werden und mit diesem Menü zum Beispiel Lieder zu Playlisten hinzugefügt, abgespielt und bewertet werden.

Menü von Songza
Menü von Songza

Auch hier ist zu bemerken, dass wieder nur eine geringe Anzahl von Funktionen in der ersten Ebene angeordnet wurden. Dadurch ist der Kreis eher als Quadrat gestaltet, die Funktionen des Menüs sind jedoch nach dem selben Prinzip designed.

Ich stelle mir nun die Frage, ob wir solche Menüs in anderen Applikationen ebenfalls zu sehen bekommen werden. So wäre es natürlich möglich, bei einem schlanken Textverarbeitungsprogramm bei der Markierung eines Wortes hier Formatierungen wie „Fett/Kursiv/Unterstrichen“ oder „Grösser/Kleiner“, „Kopieren/Einfügen“ und ähnliches anzubieten. Hier spielt es eine besondere Rolle in welchem Kontext welche Stellen markiert/selektiert werden. Dennoch ist es für mich doch vorstellbar, vor allem die häufigst gebrauchten Funktionen so anzubieten.

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