„American Gods“

von Neil Gaiman.

Von diesem Autor habe ich den Roman „Niemalsland“ gerade zu verschlungen. Dort zeichnet er eine phantastische Welt in London, in den U-Bahnen, den alten Mauern und Gegenden. Kommt bekannt vor? Nun ja, kein Wunder. Verwendet doch Christoph Marzi genau diese Themen und lässt sie in einer Trilogie nochmals in die Breite wachsen. Dadurch geht viel verloren, wass Gaiman in seinem „Niemalsland“ an Dynamik aufbaut.

Zurück zu „American Gods“ – dieses Buch habe ich vor Jahren (als mir den Name Gaiman noch gar nichts sagte) in einer Abverkaufskiste gefunden und nicht mitgenommen. Bei der letzten Lieferung von Amazon war es aber dann dabei und in den letzten Tagen habe ich es fertig gelesen. Für mich geht der „drive“, die Dynamik der Geschichte nicht so auf wie in „Niemalsland“. Auch die handelten Charaktere, obwohl detaillierter ausgearbeitet, versprühen nicht den Charme und die Liebenswürdigkeit wie im anderen Buch. Die Geschichte an und für sich ist eine wunderbare Reise durch die Vereinigten Staaten, als auch durch die Vielfalt der theologischen Themen der Einwanderer dieses Landes. Vor allem mit etwas Vorkenntnissen der einzelnen Religionen ist es ein Amusement, hier die Figuren teils uralter Riten in einer modernen Welt erwachen zu sehen. Durch die vielen Ausschweifungen im Handlungsstrang wirkt der – zwar unerwartete aber nicht unbedingt spanneste – Schluss eher wie ein sanftes Ausklingen, denn als der Paukenschlag, der gefühlsmässig die Intention des Autors war.

Dennoch ein gutes Buch für lange Tage eines Winters, aber nicht das „Must-Read“ wie es „Niemalsland“ ist.

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