Klingentrilogie…

Kriegsklingen, Feuerklingen, Königsklingen

So die drei Titel der Bücher von Joe Abercrombie, die in einer fantastischen Welt spielen. Drei Bücher, drei Hauptprotagonisten und jede Menge an Schauplätzen, Mitwirkende und unterschiedlichen Gegenden. Insgesamt um die 2500 Seiten, die mich tatsächlich so in den Bann gezogen haben, dass kaum eine Woche nach der Beendigung eines Bandes verging und ich den nächsten vom Buchhändler meines Vertrauens abholte.

Joe Abercrombie schafft es, die handelnden Personen wunderbar zu zeichnen, ihre Handlungen (so seltsam sie auch erscheinen mögen) nachvollziehbar zu gestalten und zu beschreiben, die Motive und Motivationen herauszuarbeiten, so dass die Handlungsstränge eher in den Hintergrund tretetn. Demnach stellt sich für den Leser/die Leserin nicht die Frage „Was passiert als nächstes“ sondern vielmehr „Was macht der/die als nächstes“. Es führen somit die Personen und nicht die Geschehnisse – und bescheren damit ein Lesevergnügen, dass von anderen storylastigen Romanen deutlich abweicht und auf einer anderen, viel persönlicheren Ebene zum Weiterlesen anregt.

Aufmerksam wurde ich durch einen Kommentar zu der Reihe „Science Fiction & Fantasy“im Online-Standard, der immer wieder interessante Ansichtssachen bringt. Die Kurzbeschreibung des Users dort klangt äusserst vielversprechend und interessant.

Durch diesen „Appetizer“ wurde somit der erste Band als Urlaubslektüre auserkoren und tatsächlich: spannend, interessant, toll, begeisternd. Möglicherweise treffen diese Attribute umso mehr zu, als dass der letzte Fantasy Roman ein absolut müder und ermüdender Abklatsch von Tolkiens Meisterwerken war. Nach einer solch herben Enttäuschung glänzt natürlich Messing wie Gold. Nichts desto trotz darf die Trilogie die angeführten Eigenschaften in Anspruch nehmen, denn welche Reihe schafft es tatsächlich, die Neugier über drei breite, seitenpotente Bände zu halten (als prominetes Beispiel aus meiner ureigensten Leservergangenheit seien hier die Chroniken von Thomas Covenant angeführt, welche ich bis zu Band vier durchgehalten habe).

Eine klare Empfehlung an Freunde der phantasischen Highfantasy – zumindest für lange Wintertage (auch regnerische Sommer sind geeignet).

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9 Gedanken zu “Klingentrilogie…

  1. Ach, die Bücher stehen schon seit Veröffentlichung des dritten Bandes auf meiner Leseliste…
    Aber danke für die gute Rezension und den Anstoss sie mir nun doch endlich mal zu besorgen!

    Beste Grüsse

  2. Hi!

    @Spanksen
    Schön, wieder mal was von dir zu lesen *freu*
    Nein, „Lied der Dunkelheit“ kenn ich noch nicht, steht aber auch schon auf meiner Wunschliste 🙂 Der Stapel an ungelesenen Büchern wächst immer mehr…

    @Feenfeuer
    Freut mich, wenn dir der Eintrag bei der Entscheidung geholfen hat. Wenn du beginnst, schau mal, ob du nicht den ersten Band im Angebot um ca. 10 Euro bekommst – es gibt/gab da nämlich ebendieses, bei dem im Anhang noch ein Interview mit dem Autor beigelegt ist, welches ich persönlich sehr interessant und aussagekräftig fand. Das kann man sogar (wenn ich mich korrekt erinnere) vor dem Inhalt lesen, da nur wenig von der Geschichte vorweg genommen wird.

    Beste Grüsse,
    h.

  3. Ich hab deinen Blog jetzt mal in meinen Favoriten verewigt damit ich auch regelmässig bei dir vorbeischaue, vorher kam ich nur über den Tag-Surfer von WordPress 😉
    Lied der Dunkelheit soll sehr gut sein, wird mein nächstes Buch, freu mich schon drauf!

  4. @hyade: Oh, danke für die Info, ich wusste gar nicht das es eine Buchversion mit einem Interview gibt!

    Lieder der Dunkelheit wird zumindest als wirklich gut angepriesen und auch grösstenteils so rezensiert (von dem was ich mitbekommen habe). Zwar soll es sich zuerst etwas hinziehen, dann aber wirklich gut und spannend werden. Ich habe auch etwas über eine witzige Geschichte mit einem Erdelementar aus dem Buch gehört, das klang ganz gut.
    Ich finde es ja immer gut wenn Fantasybücher sich dem Humor nicht verschliessen (tun leider noch viel zu viele).

  5. P.s. Muss natürlich ‚Lied der Dunkelheit‘ und nicht Lieder heissen!

    Kurz nach Feierabend bin ich immer bißchen neben der Spur… Sorry.

  6. Hi!

    @spanksen: deiner ist schon des längeren in meinem „blog surfer“ verewigt 🙂 Ich komm nur in letzter Zeit seltener zum Schreiben und Lesen (erkennbar auch an der Anzahl der Einträge). Ich werd mich bessern und regelmässig bei dir vorbeischaun – versprochen…

    @feenfeuer: ja, diese Version mit „Bonusmaterial“ ist mir selber mehr passiert, denn gewollt gekauft worden. Danke für die kurze Empfehlung zu „Lied der Dunkelheit“. Was den Humor angeht, so bin ich absolut bei dir. Ein gerne von mir zitiertes Beispiel ist die „Belgarath der Zauberer“ von David und Leigh Eddings. Hier finde ich immer wieder ein Lächeln auf meinen Lippen, wenn die gesäten Samen des Protagonisten Jahrhunderte später dann Früchte tragen und die Geschichte manchmal in Zeitraffer vorbeiläuft.
    Abgesehen davon sind die alten Pratchetts Klassiker 🙂
    Und das mit dem Feierabend findet bei mir vollstes Verständnis! *freut sich auf den angenehmen Abend*

    Liebe Grüße,
    h.

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