(K)night & Day

Wie Tag und Nacht – nun, ganz so krass ist der Unterschied zwischen den Stärken und Schwächen des letztjährigen Blockbusters mit Tom Cruise und Cameron Diaz.

Knight & Day
Knight & Day

Kurz zur Story: Tom Cruise verfolgt als Roy Miller am Flughafen den Plan, im Gepäck von June Havens (Cameron Diaz) einen Energiespeicherprototypen durch die Kontrollen zu schmuggeln. Dies gelingt auch, bis beide im Flugzeug nach Boston sitzen. Dort eskaliert die Situation als Roy alle Insassen inklusive der Piloten tötet, während June auf der Toilette an ihrem Aussehen feilt – zum ersten Mal wird hier deutlich, dass der Film die klassischen Agentenmovies aufs Korn nimmt und durch masslose Übertreibung in die Satire treibt. Genau diesen Ansatz halten jedoch in weiterer Folge weder die Story noch die Actionszenen durch. Klassisch wird verfolgt, geschossen, mit Booten, Flugzeugen und Zügen herumgefahren, Schauplätze wie Inseln, klassische Städte wie Salzburg usw. abgeklappert. Klassisch Bond möge man meinen.

Natürlich ist die Herkunft von Roy ein wenig geheimnisvoll und natürlich darf auch Cameron Diaz ihre Figur etwas aus dem Frauenstereotyp ausbrechen lassen – aber nur soviel, dass es schon wieder klischeehaft wirkt: wieviele Automechanikerinnen, die an Oldtimer basteln und niemals ölverschmiert rumlaufen, tummeln sich mittlerweile in den Hollywood Produktionen?

Schaffte es aber Daniel Craig seinem doch schon seit Jahren vorgeformten Charakter eine neue, andere Tiefe zu verleihen, ist Tom Cruise einfach nur Tom Cruise. So wie er seine Sonnenbrille aufsetzt, könnte die Szene direkt aus „Top Gun“ stammen – ident ist die Bewegung, ident scheint auch das Modell der Brille zu sein.

Dennoch ist der Film als anspruchsloser, entspannender Zeitvertreib ok, der es in den vereinzelten Höhepunkten (zumeist in schlagfertigen Dialogszenen) dem Zuschauer ein Lachen entlockt. Klarerweise mit Happy End in dem kein einsamer Cowboy sein Pferd sattelt und Richtung Sonnenuntergang reitet. Aber das war nach den ersten 3 Minuten ersichtlich. Leider gibt es von den Spitzen gegen das Agentenfilmgenre im Allgemeinen zu wenige, um als Resumee von einem satirisch-komödiantischen Highlight zu sprechen.

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