Manchmal ist es wie verhext!

„Da bin ich doch schon wieder tot! Diesmal durch einen Pfeilhagel der Wachen, deren Kumpanen ich gerade ins Jenseits befördert habe. Zuerst fordern sie mich auf, die Waffe wegzustecken und dann gehen sie gleich mal auf mich los… ja was soll ich denn machen? Klar hab ich mich gewehrt! Und dann das – ich stürz mich doch wegen zwei solcher dahergelaufenen Wachsoldaten, die sowieso nur den ganzen Tag saufen und fressen in Schulden. Das hab ich dann davon. Nicht mal eine faire Chance – mit Pfeilen niedergestreckt… und seit mindestens einer halben Stunde nicht gespeichert! Verflucht!“

So gings mir gestern im „Witcher 2“ – gerade mal hat das Spiel nach dem Tutorial begonnen, schon zeigt mir der Bildschirm mein unrühmliches Ableben. Mir schein, Sterben geht diesmal schneller als im ersten Teil. Dafür lebt es sich auch viel schöner. Beeindruckend, was die Jungs von CDProject da auf die Beine gestellt haben. Mit ihrer eigenen Grafikengine wird die Welt so… lebendig, atmosphärisch dicht, sensationell. Nach der Installation meinte das Konfigruationssetup, dass auf meinem Teil die Einstellungen wohl nur auf  „low“ zu setzten sind, dennoch „Hut ab“ in Richtung Polen.

Bereits zu Beginn geht es voller Action los: Stadtbelagerung, Ballistas, Katapulte, Drach… ähm. Sollte doch nicht zu viel verraten.  Die Personen gehen ihrem Tagwerk nach, auch wenn Geralt mal nicht hinsieht und plaudern miteinander über die letzten Erlebnisse, Ereignisse und alltägliche Sorgen. Auffallend zu Beginn ist auch die überarbeitete Steuerung und das aufgeräumte (will fast heissen: leere) Interface, wenn der Hexer wieder mal in Aktion tritt. Konnte der Schwertkämpfer in Teil eins noch zwischen verschiedenen Kampfstilen (wuchtig, schnell, Gruppe) und auf einem Klick zwischen Stahl- und Silberschwert wählen, ist es diesmal anders: linke Maustaste für schnelle Hiebe, rechte Maustaste für wuchtige Hiebe und eine Taste fürs Blocken. Auch die Möglichkeit, durch gezieltes Timing die Kombos auszulösen ist nicht mehr vorhanden. Anstatt klickt man wie blöd auf die Maustasten. Jungx – das war im ersten Teil deutlich besser gelöst!

Bisher ist das allerdings das einzige Manko, das mir aufgefallen ist. Zahlreiche Verbesserungen, wie die Möglichkeit Fackeln zu löschen und damit an Gegner heranzuschleichen, Rüstungen und Schwerter aufzuwerten (rudimentäres Handwerkssystem!) und die gewohnten Utensilien wie Tränke, Fallen, Öle usw. erweitern den Aktionsradius des Hexers. Schon das Tutorial dauert ein Weilchen und führt mit superb inszenierten Sequenzen und Einlagen in das Geschehen ein. Möge es am Wochenende regnen – es ist mir zumindest egal, da ich gerne einen Ausflug in die Welt des Witchers mache.

Ach ja, Patch eins ist auch schon draussen – wie immer fix, die Damen und Herren von CDProjekt. Bei der letzten Ankündigung/Aussendung wurde auch die XBOX360 Version für November angekündigt.

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