Projektmanagementsünde 10 – Ressourcen

Zunächst haben aufmerksame Besucher bereits gesehen, dass ich die Titel dieser Serie geändert habe. Nach dem grauenhaften und sinnlosen  Morden in Norwegen, wurde mir wieder bewußt, wie schnell wir mit den Worten „Tod“, „Hass“ und ähnlichem zur Stelle sind, diese Worte aber durch die Realität ganz andere, tiefere Bedeutungen bekommen können.

Zurück zum Thema. Das letzte dieser Reihe sind die Ressourcen:

Ach vergiss es… immer zu wenig, immer zu knapp. Wenn nicht, hast du was falsch gemacht. Siehe Punkte Finanzen, Umsetzung, Delivery Streams, Management.

Es ist ein Teil des natürlichen Wesens von Projekten, dass hier immer eine Knappheit von Ressourcen besteht. Diese Knappheit bedingt die extreme Fokussierung auf ein Projektziel und die Konzentration aller Kräfte auf die Erreichung desselben. Soweit die guten Seiten der begrenzten Mittel.  Dumm gelaufen ist das ganze nur, wenn es kein einheitliches Ziel, keine einheitliche Linie im Managment und keine Unterstützung aus den Abteilungen gibt (die vermutlich selbst extrem in ihren Zielen und Ressourcen eingeschränkt sind).

Nimmt man alle Punkte zusammen, die sich in der Reihe der Projektsünden ergeben, fügt sich ein wunderbares Bild zusammen, wie ein Projektleiter zu schlaflosen Nächten kommt. Wenn dazu noch eine Prise Perfektionismus und Erfolgsdruck dazukommen, ist der Schlammassel angerichtet.

Interessanterweise kann es noch besser kommen. Nämlich, wenn der Projektleiter ausserstande ist zu kommunizieren. Klingt ein wenig komisch, aber Menschen, die weder andere grüßen, noch nach Monaten die Namen ihrer Projektmitabeiterinnen kennen, die direkt neben ihnen sitzten, tuen sich schwer, das Projekt zu vertreten. Sogar noch einen Schritt weiter wage ich zu behaupten, sie tuen sich schwer, das Projekt zu verstehen. Damit ist das Disaster bereits vorgezeichnet.

Ist es wirklich so schlimm? Nun nicht ganz, aber nur durch Erfahrung und persönlichen Einsatz schafft man den Weg zum Projektsamurai [link zum artikel der informationsarchitekten] – ein Begriff, der mir durch die Bedeutung des Samurai in der historischen Gesellschaft gefällt: Ehre und Kampf. So kann Projektarbeit wieder Spaß machen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s