WASD – das Spielerkürzel

In der Abendsonne sitzen, den Sonnenuntergang mit prächtigem Farbspiel beobachten und dabei was zu lesen haben: diesmal landete das WASD Magazin in meinem Briefkasten, ich hab nicht nur das „normale“ Package bestellt, sondern die Förderedition. Der Unterschied? Keiner, aber ich finde eine solche Idee toll und unterstütze unabhängige kleine Projekte gerne mit dem einen oder anderen Euro.

Bevor es ans Eingemachte geht, ein paar Gedanken, wie ich überhaupt auf das Teil gekommen bin, denn manchmal ist der Weg zum Ziel ebenso spannend wie das Ergebnis:

Erste Station: Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, wer, was oder welcher Link mich auf diese Spieleseite gebracht hat, die immer noch im Repertoire der meistbesuchten Pages täglich aufscheint: 4players.de – eine Webseite, die sich mit Spielen beschäftigt und sich durch subjektive Berichte und ausgezeichnete Kolumnen wohltuend vom durchaus schon berechtigterweise benannten Einheitsbrei der Feuilletons im deutsprachigem Raum abhebt.

In den Kommentaren,  die sich zu den Artikeln mehr oder weniger in einer sachlichen Diskussion verlieren, ist mir ein User aufgefallen, der in seiner Signatur auf einen Blog für „alte Säcke“ verweist: seniorgamer auf wordpress.com. Den mag ich – er schimpft zwar immer wieder auf die großen Labels und so neumodisches Zeugs wie DRM, aber die eine oder andere Perle der Gamerskultur kullert dort durch das digitale Labyrinth des world wide madness weg. Ausserdem fand ich dort den Link zur dritten  Plattform:

polyneux – Spielblog und Anlaufstelle in spirituellen und soziokulturellen Ausprägungen des Bloggerwesens der DACH Region samt und sonders mit lesenwerten Beiträgen und den einen oder anderen Podcast, der das wankende Gemüt in die Historie der letzten zwanzig (mindestens!) Jahre rückversetzt. Unterschiedliche Autoren sorgen hier für abwechslungsreiche Beiträge mit Konfliktpotential sowohl innerhalb der schreibenden als auch der lesenden BesucherInnen. Einer der Autoren schreibt einen Beitrag über seinen Beitrag zum WASD Magazin. Whoom, the eagle has landed – ein „anderes“ Magazin als alle anderen, vielmehr ein Buch denn eines dieser Druckwerke aus der Trafik.

Welch ein Thema nimmt sich also ein Buch/Heft für die allererste Ausgabe vor? „Tasty Thrash“ oder frei übersetzt: „warum lieben wir schlechte Spiele“. Genau darum geht es auf den vielen Seiten (über 200) und die Games werden von allen möglichen und unmögliches Perspektiven beleuchtet, seziert und wieder zusammengesetzt. Lesenswert, absolut!

Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte – auf der Webseite gibt es auch eine Leseprobe welche nicht mehr oder weniger als das gesamte Buch/Heft umfasst. Altmodisch wie ich nun mal bin, mag ich es doch lieber auf Papier, transportable und offline lesbar und drum sitze ich auf der Terrasse, sehe der Sonne beim Streicheln des Horizontes zu und blättere auf die nächste Seite.

 

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2 Gedanken zu “WASD – das Spielerkürzel

  1. 4Players finde ich auch sehr cool, einfach weil sie mir das Gefühl geben nicht dem Hype verfallen zu sein und sich auch nicht von den großen Majors kaufen lassen, die Jungs sind knallhart mit Ihren Bewertungen und das ist auch gut so, auch wenn das vielen Fanboys nicht passt 😉 Gruß Spank

  2. hi spanksen!

    yop, das schätz ich auch an denen – sie äussern sich ja auch kritisch zu den praktiken, wie sie mit probe-spielen und druck-machen von publishern scheinbar auf der tagesordnung stehen. polyneux hingegen ist so richtig „leidenschaft und freude am spielen und schreiben“ – da fällt sogar der druck weg, viele visits und hits zu haben!

    h.

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