Hurra, ich lebe noch!

2015 ist nun schon wieder ein Monat alt und die Zeit verfliegt wie im Nu. Was hat sich alles inzwischen getan? Vieles und doch weniges, aber mal der Reihe nach:

* Die Master Arbeit ist abgegeben und im ersten Entwurf mal fertig. Das heißt, wenn meine Betreuung nichts mehr einwendet, geht sie mal so wie sie ist zur Bindung und ich trete zur Prüfung ohne weitere Verbesserungen und stundenlanges Formatierungsgekämpfe an. Hurra!

* Skyrim hat mich wieder in seinen Bann gezogen – als Dunkelelfe ziehe ich durch die Lande, schnetzle Bösewichte dahin und berge Schätze. Meine Geldtruhe ist mehr als gut gefüllt und mir fehlen noch 2 Fürstentümer, die meine Dienste zu schätzen wissen. Dann durch? Oh, nein. Assassinenquest und Diebesgilde, Magierausbildung und Kampf für eine Partei werden folgen. Wahnsinn wie sehr dieses Spiel noch immer zu unterhalten weiß.

* Buch veröffentlicht – ja, meine alte Diplomarbeit wurde als Buch veröffentlicht. Yeah! Schon toll, wenn der eigene Name bei Amazon aufscheint.

* CD Player gekauft. Mein Bruder hat das Glück, bei einem Hausflohmarkt einen REVOX CD Player inkl. Verstärker und Boxen um … um 30 Mücken bekommen zu haben! Wahnsinn. Das macht Lust, selbst auf die Jagd nach Schnäppchen zu gehen und tatsächlich habe ich einen Philips CD 360 mit einem TDA1543 Chip um 10 Euro abgegriffen zu haben! Klingt der hervorragend! Mit dem ganzen digitalen Schnickschnackzeug bin ich es nicht mehr gewohnt, mit einem Tastendruck ein abspielbereites Teil vor mir stehen zu haben. Und der 1543, der erste 16bit DAC von Philips klingt smooth, natürlich und großartig! Love it!

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Da kommt Bewegung rein

Regentropfen klatschen in mein Gesicht und vermischen sich mit dem Schweiss, der über meine Augenbrauen rinnt und mir Tränen zwischen die Lider zwingt. Mein linker Fuß klatscht in die Pfütze, das Baumwollshirt legt sich schwer auf meine Schultern. Ich keuche und eine Stimme neben mir meint: „Übertreib es nicht. Langsam angehen.“

Die Sonne brennt auf mein dunkles Haar. Ich setze mich auf und merke, dass mein Kreislauf w.o. gibt. Dunkle Flecken tanzen in meinem Sichtfeld, die Muskel im Oberschenkel brennen. Ich greife zur Wasserflasche, atme tief ein und aus und lasse mich auf der Matte für die nächste Übung nieder. „Die Liegestütz beginne am Besten auf allen Vieren. Vergiss nicht viel zu trinken, wenn die Sonne scheint“, kommen die Ratschläge heute bei mir an.

Dunkle Gestalten in der Dämmerung. Schwarz bekleidet, hoffe ich, dass die Reflektoren in den nahenden Scheinwerfern aufleuchten werden, wie Sonnen, die sich ihrem Ende nähern. Meine Beine hämmern in einem Stakkato auf den asphaltierten Boden und mir wird warm unter der Jacke, die ich trage. Ich vernehme die Worte „Hast du den Puls kontrolliert? Da vorne werden wir dann aufwärmen“.

Wieder ist es dunkel, doch der Schnee, der tagsüber aus den Wolken ausflockte, ist schon wieder verschwunden. Morgen wird es wohl Glatteis geben. Mein Atem, keuchend, bildet kleine Wölkchen vor meinem Gesicht. Als Kinder haben wir so das Rauchen gespielt, heute gilt meine Aufmerksam der Gleichmäßigkeit zwischen ein und aus. Schliesslich will ich ohne Seitenstechen ankommen. „Siehst du, dass gefällt mir an dir, du gehst die Dinge optimistisch an und probierst es einfach aus“, kommentierte Bewegungseinheit.

Seit gestern (omg, gestern ist schon über ein Monat her) sind sie nun Geschichte, die Trainingseinheiten mit meinem Personal Coach. Viermal haben wir uns getroffen, dreimal war es Laufen und einmal ein Kraftraining mit Anleitungen. Vier Abende, an denen ich mich und meinem Körper bewegt habe, als Kontrapunkt zu den vielen Stunden am Bürosessel vor dem Computer. Peter habe ich mitgenommen auf die Laufstrecken entlang des Flusses, durch den Park, am Schwimmbad vorbei. Am nächsten Tag fühlte ich die Auswirkungen, die Muskelkater, die Streckungen der Sehnen. Dennoch geht es mir gut, ich fühle mich erschöpft, aber fein. Da wirken auch die sieben Kilo weniger Körpergewicht mit. Reduziert – ja, Lebensqualität eingeschränkt – nein.

Hauptverantwortlich für diese Änderung sind zwei Faktoren. Einerseits das tolle Angebot mit dem Coach ein paar Stunden zu verbringen und andererseits das Ausprobieren von „Vegan for FIT – die 30 Tage Challenge“. Ich glaube, Peter war skeptisch, als wir in der ersten Stunde über Ziele gesprochen habe und ich meinte, na, so bis zu 10 kg weniger wär schon fein. Denn nur mit Bewegung diesen Gewichtsverlust über ein paar Monate zu erreichen, wäre wohl nicht möglich gewesen. Doch dann entdeckten wir das Buch und nach den vielen, vielen positiven Rezensionen und Feedback wars dann klar: Sind ja nur 30 Tage, das probieren wir aus.

30 Tage vegan zu leben, macht Attila Hildmann durchaus leicht. Denn die Rezepte sind einfach und sehen – im Gegensatz zu so vielen anderen Büchern, die sich mit gesunder Ernährung auseinandersetzten – toll und schmackhaft aus. Da können sich viele, viele andere eine Scheibe abschneiden. Ausserdem sind sie abwechslungsreich und schmecken gut. So gut, dass noch immer das eine oder andere Abendessen aus dem Buch auf dem Teller landet, sowie Kipferl und Croissant von Müsli und Crunchies, am Wochenende auch von Pancakes abgelöst wurden. Ich kann nur jedem raten, probier es aus! 30 Tage mal was anderes machen ist keine Hexerei und dann schau, wie du dich fühlst.

Genervt hat nur das Gefühl am Wochenende: dauernd am Einkaufen, waschen, schneiden, schälen, braten und dann wieder von vorne. Mit besserer Planung ist dies vielleicht einfacher, vielleicht auch nicht. Mal sehen, wie der zweite Versuch im Frühjahr mit frischem Gemüse wird.

Mittlerweile sind auch schon wieder ein paar Wochen ins Land gezogen – geändert hat sich kaum was. Das eine oder ander Kilo Gewicht hat sich wieder gemeldet (vor allem über Weihnachten) aber ich bin immer noch weit unter dem Startkampfgewicht. Der Frühling wird dann weisen, wie der zweite Versuch durchschlägt und ob das frische Grün das Lebensgefühl verbessert.

Wortspenden der Woche

Nach einem Interview mit Professor Knie  verwenden 40% der Bevölkerung in Wien die öffentlichen Verkehrsmittel. Das ist mehr als in Berlin oder Rom. Dafür punktet Berlin mit FahrradfahrerInnen und Rom, nun ja, Italien eben mit – ich würd mal meinen – Motorrollern. Klischee, ich hör dich tapsen. Da in der österreichischen Hauptstadt die Anbindungen per Bus, Bim und U-Bahn tatsächlich hervorragend sind, nutze auch ich das Angebot für tägliche Fahrten zur Arbeitsstelle und wieder nach Hause. Doch was ich diese Woche so an Wortspenden an öffentlichen Plätzen hörte, ist in der Häufung tatsächlich bemerkenswert.

Schauplatz #1 – die Bim (Straßenbahn).

Ein paar Stationen vor meiner Haltestelle nimmt eine etwas ältere Frau neben mir Platz und ihr Mann steht neben ihr im Gang. Das Alter der beiden liegt geschätzterweise zwischen 55 und 60 Jahre, beide dick vermummt ob der winterlichen Kälte zu Wochenbeginn. Sie plaudern über irgendwas, ich lese mein Buch. Rechtzeitig klappe ich es zu, verstaue es in meiner Tasche. Dabei bekomme ich mit, wie ER sich darüber aufregt, dass die Bim nicht weiterfährt. Der Grund war offensichtlich und Er erkannte ihn auch recht schnell: Linksabbieger auf den Gleisen (da dürfen die das) sind vom Gegenverkehr eingebremst und verstellen die freie Sicht auf die nächste Strassenbahnstation. ER beginnt zu schimpfen, welche Idioten da mit dem Auto die Bim aufhalten. Soweit eigentlich recht normal. Beim Aussteigen höre ich dann aber einen Satz wie „Na, wenn ich für Mittelalter oder Western was mit Leder brauche, dann frage ich bei XYZ und ZYX nach, die haben ja beiden einen Job.“ Was mich hier stutzen und nachdenklich zurück ließ. Er sagte das mit dem Job, als wäre es mittlerweile bewundernswert und aussergewöhnlich, wenn zwei Personen (scheinbar ein Pärchen) eine Arbeitsstelle haben. Ist es denn schon so weit, dass ein Job ein Jackpot ist? Aus seinem Munde klang es, als wären 80% der Bevölkerung arbeitslos und die Elite würde ein Einkommen erarbeiten. Vielleicht ist das auch das Umfeld, in dem sich ER befindet, aber das wäre wirklich traurig, in einem der reichsten Länder der Welt mit einer unterdurchschnittlichen Arbeitslosenquote.  Wahnsinn.

Schauplatz #2 – die S-Bahn.

Ich nehme die S-Bahn von Rennweg zum Praterstern, zwei Knoten im öffentlichen Verkehrsnetz. Vor allem der Praterstern ist ein Wiener Bahnhof mit mehreren Gleisen, zwei U-Bahnen, einigen Bim Linien und Buslinien, die sich hier kreuzen. Also jede Menge Menschen, die hier täglich um- und aussteigen. Ich sitze also in der Linie S1 und bei der Station Wien Mitte steigen 2 Schüler ein und stehen bei den Türen vor meinem Platz. Vom Alter her würde ich mal zwischen 10 und 12 Lenze sagen, wobei das natürlich völlig daneben sein könnte. Beide mit Snowboard Jacken, Jeans und Rucksack, offensichtlich kommend von einer Schule. Sagt plötzlich der eine zum anderen „Beim Praterstern bekommen wir einen Sitzplatz, da steigen die soziale Unterschicht aus.“ Ich dachte zunächst ich höre nicht richtig. So ein kleines arrogantes … In diesem Alter hätte ich keinerlei Bezug zur Selbsteinstufung in sozialen Schichten geschafft. Dann aber überlegte ich: der Junge könnte vom Alter her mein Sohn sein. Woher kommt diese schiere Arroganz? Wird das von den Eltern vermittelt? Von Lehrern offen ausgesprochen, wenn finanziell schwächere Mitschüler in Schubladen gesteckt werden? Also woher kommen solche Gedanken – vor allem die Respektlosigkeit, das so auszusprechen. In öffentlichen Räumen Fahrgäste so pauschal zu verurteilen. Wahnsinn.

Schauplatz #3 – DVD Abteilung Müller

Schon beim Eintreffen in der DVD Abteilung der Müller Filiale, fiel mir die großgewachsene junge Frau auf, die bei den KinderDVDs „Mein kleines Pony“ sucht. Schwarz gekleidet, mit hohen Schuhen, blonden Haaren, einem hübschen Gesicht und einem eigenartigen Kerl in der Nähe. Wirklich steil wurde es ein paar Minuten später als ich gerade eine DVD in der Hand halte und den Klappentext lese. Es erklingt die Stimme von dem Kerl der sinngemäß sagt: „He Schatz, wo bist du. Komm gefälligst her, stell dich da neben mich hin, lächle und sieh einfach gut aus, denn dann sehe ich auch gut aus. Du liebst mich doch, oder?“ Vom Tonfall her, erinnerte es mich eher an meinen Grundwehrdienst beim Heer und die Absicht, sie öffentlich zu demütigen war unüberhörbar, denn er achtete schon darauf, a) laut zu sprechen und b) genügend Zuhörer zu haben. Was macht nun diese hübsche junge Dame? Sie kommt tatsächlich daher, schaut etwas schuldig und tut genau das, was der Kerl so unverschämt in aller Öffentlichkeit verlangt. Meiner Ansicht nach, wäre jede Intervention vergebene Liebesmüh gewesen, da sie keinerlei Anstalten machte, das Ganze ungewöhnlich oder gar unmöglich zu finden. Wahnsinn.

Komm Pinky, wir müssen uns auf morgen Abend vorbereiten…

 "Wieso,was wollen wir denn morgen Abend machen, Brain?"
 "Genau dasselbe was wir jeden Abend machen, Pinky. Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen."

Oh ja… das geniale Intro aus „Pinky and Brain“, der Zeichentrick Serie über die beiden Labormäuse, die jede Nacht die Weltherrschaft an sich reissen wollen und einen wahnsinnigen Plan (Brain) nach dem anderen zum Scheitern bringen (Pinky).

Die gute, alte Weltherrschaft! Wer würde sie nicht gerne erreichen? Und das geht jetzt sogar: Chris Guillebeau beschreibt in seinem Manifest einen Weg: „a  brief guide to world domination

Was erwartet den geneigten Leser? Nun, eine Strategie um genau zwei Ziele zu erreichen:

1. Was willst du in deinem Leben erreichen? (vielleicht die Weltherrschaft, Mr. Napoleon?) und 

2. Was kannst du der Welt geben, das sonst keiner kann? (das herauszufinden ist nicht ganz so trivial, wie Punkt 1)

Das Manifest ist unheimlich fein geschrieben, mit Beispielen hinterlegt und entbehrt nicht einer gewissen Leichtigkeit, ob der Tiefe der Themen. Chris selbst hat sich auch diese Ziele gesetzt und ich denke, seinen Punkt eins wird er bald als erledigt abhacken dürfen: bis zum 35. Lebensjahr alle Länder dieser Erde gesehen zu haben. Cool, oder?

Also dann – viel Spass mit Pinky und Brain und mit der Weltherrschaft!

Neue Woche…

Montags abends und wieder dieses Gefühl – morgen wieder arbeiten. Bisher eher mit einem Lächeln ist es derzeit nicht ganz so einfach. Zu viel, zu wenig Zeit, enormer Druck…

Mal sehen, was sich aus den drei Möglichkeiten machen lässt:
Change it,
Leave it,
Reframe it.

Noch eine Woche Zeit dafür. Dann mal weitersehen.
Allen anderen eine schöne Woche,
hyade

Update

Hm… letzter Eintrag schon eine Weile her, ich weiss…

aber (es gibt doch immer ein aber), derzeit hab ich überhaupt keine Lust, online etwas anderes zu tun, ausser ein paar Seiten zu besuchen, ein paar Artikel zu lesen. Das Blog liegt brach, das andere hab ich grad mal aktualisiert, das MMORPG ruht, Facebook bleibt unangetastet.

Doch der Winter eilt mit Riesenschritten heran und in den dunklen Abendstunden werden sich auch wieder die Minuten der aktiven Betätigung finden.

Bis dann,
alles Gute,
h.

Mode? Mode!

Bei den derzeitigen Abverkaufswahnsinn war auch ich wieder mal einkaufen und habe einige nette Sachen zum Anziehen ergattert: Poloshirts, Anzug, Schuhe… nach der Aufräumaktion vor dem Sommer ist gottseidank wieder Platz im Kasten.

Heute war ich in ein paar Online Shops unterwegs:
Hugo Boss hat einen Sale auf der Website, leider ist bei den Jeans meine Grösse nur noch bei einem Modell verfügbar.

Auf Facebook habe ich drykorn gefunden, in Wien vor allem bei Turek und Peek & Cloppenburg erhältlich. Auch Herr von Eden ist im social Web bei Facebook unterwegs: Schön und wie gewohnt exklusiv präsentiert sich die Webseite, nur zu schade, dass es keinen Webshop gibt. Beim Hamburg Aufenthalt letzen Herbst war ich dort und beeindruckt von den mutigen Farben und Schnitten der Herrenschneiderei im Karlinenviertel.

Zur guten Letzt noch ein Abstecher zu Radklamotten: Rapha ist quasi der „Hackett“ unter den sportiven Herrenausstattern und dementsprechend in der höheren Preissegment angesiedelt. Wie auch bei Hackett wunderschön und exklusiv…