Sommerzeit ist Sneakerzeit

Ich liebe den Sommer. Sonne, Eis und fröhliche Menschen, die durch die Straßen der Stadt laufen. Am Morgen einfach raus aus der Wohnung ohne Jacke, ohne Pulli und in leichten hellen Schuhen. Was passt da besser, als ein Paar sportlicher Sneakers?

Jetzt bemühe ich mich schon seit geraumer Zeit, beim Einkauf – gerade von Modestücken – Teile zu bekommen, die in Europa gefertigt sind. Warum? Weil ich denke, dass die Absiedlung handwerklicher Tätigkeiten ein Fehler war und ist. Weil ich hoffe, das Menschen, die Kleidung herstellen, in der EU korrekt bezahlt werden, faire Arbeitsbedingungen vorfinden und den Job vielleicht auch nur aus Leidenschaft machen. Das mag eine naive Ansicht sein, aber mir ist eine Arbeitsstelle in meinem Europa, die dann auch besteuert wird und jemanden sein Auskommen ermöglicht, lieber als ein unkontrollierter Fabrikjob in Asien, der ausbeuterisches Handeln unterstützt.

Auf der Suche nach trendigem, sportlichen Schuhwerk, das in Europa hergestellt wird, eröffnen sich gottseidank immer mehr Alternativen.

NEW BALANCE

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Ein Vorreiter ist auf jeden Fall „New Balance„, die schon lange die Linien „Made in England“ (seit 1982) sowie „Made in US“ fahren. Klar, auch NB fertigt mittlerweile über 70% in China und es wird in den westlichen Fabriken ganz sicher nicht die komplette Wertschöpfungkette abgebildet, aber es schafft Arbeitsplätze und Gehälter, die dann wieder in der Region ausgegeben werden.

Die „Made in England“ Schuhe sind super einfach zu erkennen: auf der Zunge ganz oben ist der Schriftzug eingestickt und man muss nicht umständlich nach dem kleinen Zettel irgendwo im inneren suchen. Oft ist auch der Union Jack an der Zunge oder an der Ferse angebracht.

Preislich bewegen sich die „Made in England“ und „Made in US“ über den Standardmodellen der Marke. Dabei sind die Europäer günstiger als die Amerikaner zu haben und starten bei ca. 110€. Extrem lässig finde ich die Sondermodelle und Serien von New Balance. In Kooperation mit Agenturen, Sportler, Musikern etc. entstehen immer wieder Serien eines Themas, die dann mit diversen Farbgebungen und Materialmixes von den normalen Modellen abweichen.

Fazit: Für Jungs hat NB ein breites Spektrum an „Made in England“ und „Made in US“ Modellen mit einer großen Auswahl an Designs und Materalien. Dazu kommen noch die Sondermodelle aus Kooperationen und themespezifische Auflagen. Ein Minuspunkt geht an NB für die Vernachlässigung der weiblichen Kundschaft. Aber das kommt vielleicht noch.

ADIDAS

Im Vergleich zu Nike oder Adidas ist New Balance ein kleiner Laden. Die beiden großen dominieren den Markt der sportlichen Fußbekleidung wie kein anderer. Nach intensiver Recherche hat Nike nie in den USA produziert sondern immer nur über Vertragspartner in Asien. Anders sieht es da bei Adidas aus.

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Das Unternehmen aus Herzogenaurach hat bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrtausends in Deutschland Turnschuhe hergestellt bevor  beinahe die gesamte Produktion in den wirtschaftlich verworrenen Jahren ausgelagert wurde. Mittlerweile will Adidas zurück – und hat dies mit einer ersten Serie der Modelle „Stan Smith“ und „ZX 500“ gemacht. Derzeit sieht es zumindest so aus, als wäre der Pilotbetrieb erfolgreich verlaufen. Adidas plant eine 4600 m² große Halle im mittelfränkischen Ansbach.

Die bereits erschienen „Made in Germany“ Modelle sind zu einem Preis von knapp 200€ über den Ladentisch gegangen und nicht mehr erhältlich.

Fazit: Einen europäischen Sneaker von Adidas zu bekommen, ist derzeit unmöglich. Das kann sich künftig mit der Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlagen mit einem geplanten Output von 500.000 Paaren/Jahr ändern. Dazu kommen noch weitere Zukunftsvisionen von Produktionsstandorten in den USA: Welche Modelle wir dann im Laden finden, wird sich noch weisen.

DIADORA

Nachdem also bereits das „große“ Adidas zurück zu Wurzeln kehrt, haben auch die kleineren Hersteller diese Marktlücke entdeckt. So fand ich zu meiner Überraschung diesen Sommer in Hamburg einen „Made in Italy“ Schuh von Diadora.

Diadora, die Marke der 80er Jahre wurde mittlerweile vom Geox Unternehmer Polegato übernommen und der Sohnemann der Familie will Diadora zurück zu alter Pracht führen. Eine wichtige strategische Entscheidung ist neben den alten Designs wieder die Produktion – zumindest für Sondermodelle – in die Heimat Italien zu holen.

diadora_mii Die Inspiration dieses Weges scheint von New Balance zu kommen, denn auch Diadora schreibt die Herkunft oben auf die Zunge. Mir gefällt das Detail, dass die drei Worte in den Farben der Nationalflagge gehalten sind.

Preislich liegen die Italiener im oberen Mittelfeld – ab ca. 150€ ist man dabei. Für Mädels habe ich in natura noch keine Sneakers entdeckt, im Webshop des Unternehmens jedoch finden sich in der Heritage Damen Linie doch ein paar Unisex Modelle, die aus den Werkstätten bei Treviso stammen.

Fazit: Es scheint den Italienern bei Diadora Ernst zu sein, die Produktion zum Teil wieder nach Hause zu holen. Die ersten Schuhe waren ein Erfolg und auf diesen sollen weitere Folgen. Auch hier gilt jedoch: Kernzielgruppe Jungs, aber im Gegensatz zu NB bekommen auch zarte Füßchen ein europäisches Produkt zum reinschlupfen.

LE COQ SPORTIF

Was in England und Italien funktioniert, sollte doch auch in Frankreich möglich sein – so scheinen die Verantwortlichen bei Le Coq Sportif gedacht zu haben. Seit 2010 produziert das Unternehmen Teile der Kollektion wieder „zu Hause“, um das Label „Made in France“ verwenden zu können.

Glücklicherweise sind auch Sneakers von dieser erfreulichen Entwicklung betroffen.So werden in Cholet zwei Modelle hergestellt, von denen nur noch eines im Webshop zu finden ist: der LCS R MIF Lea ist um wohlfeile 170€ zu bekommen.

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Bei LCS ist das Label des Herstellerortes nicht so leicht ausfindig zu machen. Nichts desto trotz scheinen auch die französischen Schuhe gefragte Modelle zu sein, denn in freier Wildbahn habe ich noch keinen entdecken können.

Leider beginnen selbst die LCS Schuhe bei einer Große von 40 – zu viel für Frauenfüße, wobei das Design eher schlicht und neutral gehalten wurde.

Fazit: Die Hoffnung auf mehr Modelle aus Frankreich lebt. Die Marke Le Coq Sportif ist in unseren Breitengraden keine Unbekannte, wobei im Gegensatz zu den angeführten Mitbewerbern eher ein seltenes Objekt. Dennoch tut es der Szene gut, mit französischen Chic herausgefordert zu werden.

 

 

Die neuen Luxusräder

Nachdem der Artikel über die Luxusräder und Automarken [link] doch schon fast in die Jahre gekommen ist und auch am Radmarkt eine Dynamik herrscht, kommt hier mal einUpdate.

Maserati hat nicht allzulang gezögert und mit einer weiteren kleinen italienischen Fahrradschmiede namens „Montante“ [link zur webseite] ein Modell in Kooperation herausgebracht: das Montante for Maserati 8CTF [link zum fahrrad]:

Also ich finde das Modell sehr gelungen. Der altmodisch wirkende Rahmen mit den leichten Krümmungen wirkt elegant, die Lederausstattung edel und die Simplizität des Single Speeds läßt das Bike schlank und schnell aussehen. Nur 200 Stück werden auf den Strassen rollen und der Besitzer darf seinen Namen in das Gefährt gravieren lassen.

Auch die sportlichen Ferrari Hersteller haben ihre Modellpalette erneuert und bieten mittlerweile vier verschiedene Modelle auf ihrere Homepage im Onlineshop [link] an. Dem Hightec Sport verpflichtet ist das Prunkstück das auf 50 Stück limitierte Ferrari Di2 von Colnago [link auf das produkt]:

Im Gegensatz zum Maserati Renner wirkt dieses Fahrzeug ob der gedeckten Farbgebung und der Sportkomponenten wuchtiger und etwas dynamischer. Das ist eindeutig ein Sportrenner für die Strasse und nicht ein Bike für die Stadt, in der es die Strasse mit anderen teilen muss. Wuchtig ist allerdings auch der Preis, um den sich schon ein Kleinwagen bekannter Hersteller als auch ein Dacia SUV erstehen lässt.

Bei Alfa Romeo, BMW und Mercedes Benz haben sich keine Neuerungen im Portfolio erkennen lassen, bei Porsche hingegen finden sich nur noch 2 Modelle auf der Webseite [link]:

Leider ist das Rennrad aus dem letzten Artikel nicht mehr im Sortiment, Porsche setzt hier bei den verbleibenden Modellen auf Leichtbauweise und Carbon.

Die Lambogini Seite gibt es leider nicht mehr.  Dafür sind die Franzosen von Peugeot wieder da – eine Geschichte wird wiederbelebt und die Übersicht verheißt einen guten Beginn [link zur übersicht]. Mir persönlich ist das Special aufgefallen – ein Rennrad in der Tradition dieses Fahrzeugbauers:

Eine Hommage an die alten Zeiten, als Peugeot Räder noch auf Europas Straßen nicht wegzudenken waren. Ich hätte die Felgen nicht ganz so auffällig gestaltet, sondern eine dezente Variante passend zum Ledersattel und den Lederlenker genommen.

Zum Schluss noch eine kleine Kuriosität: das Mini Falt Rad – passt so in jeden Mini [link zum online shop]:

Passt zum Image, passt zum Auto – eine gute Ergänzung und toll, dass sich so mancher Hersteller Gedanken zum umweltfreundlichen Verkehr macht.

Sportliches Wochenende Teil II

Nach dem Fahhradausflug am Samstag ging es dann gleich mal sportiv weiter. Am Sonntagmorgen wurden wir nämlich von den Freunden A. und F. abgeholt und zu einem „Nach-geburtstags-abenteuer-spaziergang“ abgeholt. Netterweise haben sie mehrere Geocache Routen herausgesucht und ich dufte dann wählen.

Natürlich die Geschichte genommen, die sehr abenteuerliche/questlastig klang: Dämonentore, Magier, Krieger and so on… Von diesem Multi-Cache also ein Teilkapitel rausgesucht und los gings.

Optimistischer BeginnDie erste Aufgabe war recht schnell gelöst und voller Optimismus und Selbstvertrauen ging es weiter zur nächsten Station. Auch diese war schnell erledigt, eine kleine Pause mit wunderbaren selbstgemachten Muffins füllte die Energiezellen wieder auf. Doch dann ging es ab in den Wald, zunächst folgten wir noch diversen Wegen, bis ich selbst mal die Führung übernahm und wir dann auf einem Holzplatz mitten im Geäst standen und eine Klippe hinab zu unserem nächsten Wegpunkt schauten. Der Abstieg endete vorläufig in einem Bach mit morastigem Ufer – mit schutzigen Schuhen und Schlammflecken an diversen Beinkleidern war auch diese Hürde geschafft.

Und weiter gings… diesmal unbarmherzig bergauf und kletternd über ein paar Felsen, was mit einem tollen Ausblick in die Ferne des umliegenden Landes belohnt wurde. Ein toller Ausblick

Danach führte unser Weg wieder Richtung Ausgangsort zurück, nicht ohne einen weiteren querfeldein Ausflug bergauf und bergab. Und irgendwann waren wir fast wieder um Ort, durstig und lechzend nach Flüssigkeiten. Diese noch schnell organisiert und dann ab Richtung Wien und ab zum Chinesen.

Da liegt jemand fertig auf der Bank!Ein anstrengender aber toller Tag neigte sich dann dem Ende zu aber wir haben schon überlegt, wann es weitergeht, denn soviel Sonne, Bewegung und frische Luft kann nur gesund sein – vor allem haben wir doch recht viel gelacht, geplaudert und die angenehme Gesellschaft genossen.